17. Mai 2006
Der Goleo Hersteller Nici AG hat wegen akuter Zahlungsunfähigkeit den Insolvenzantrag am Amtsgericht Coburg eingereicht. Der Insolvenzverwalter ist bereits bestellt.
Offensichtlich sind die laut “Süddeutscher Zeitung” rund 28 Millionen Euro Lizenzkosten für Goleo nicht der einzige Grund für die Schieflage. Der Staatsanwaltschaft Hof liegt nach Angaben eines Sprechers eine Anzeige wegen des Verdachts der Bilanzfälschung vor, sie prüft derzeit die “strafrechtliche Relevanz der Vorwürfe”.
Besonders interessant in diesem Zusammanhang ist die Tatsache, daß sich die “schwierige Lage”, in der sich das Unternehmen befindet, erst am Freitag herausgestellt hat. Bis Donnerstag war die Welt für das Unternehmen wirtschaftlich noch in Ordnung, Freitag wird spontan eine schwierige wirtschaftliche Lage festgestellt, Montag wird dies kommuniziert und Dienstag der Insolvenzantrag gestellt. Soweit zum Thema Risk Management und Planungssicherheit in Unternehmen.
Frank Poersch |
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16. Mai 2006
Gestern Nachmittag wurde von der Hausverwaltung im Haus ein Schreiben ausgehängt, daß heute ein Gerüst an der Vorderfassade aufgebaut wird. Es wird nicht besser, wenn man das Schreiben auf den 10.05.2006 datiert. Im letzten Satz des Schreibens heißt es:
“Bitte informieren Sie wegen der erhöhten Einbruchgefahr rechtzeitig Ihre Hausratsversicherung über den Beginn und die Dauer der Gerüststellung, um eventuell entstehende Versicherungsansprüche zu sichern.”
Rechtzeitig!?!
Kann man die Hausverwaltung im Falle eines Einbruchs aufgrund mangelnder Vorlaufzeit eigentlich haftbar machen? Insbesondere wenn man im Urlaub ist - ich kann mir nicht vorstellen, daß dann alle Fenster geschlossen sind.
Frank Poersch |
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16. Mai 2006
Die mangelnde Nachfrage nach dem WM-Maskottchen Goleo hat den Stofftierhersteller Nici in eine tiefe Krise gestürzt. Das oberfränkische Unternehmen mit rund 400 Mitarbeitern, daß die Exclusivrechte für die Herstellung der Plüschfigur besitzt, steckt in einer ernst zu nehmende finanzielle Situation. Das Mangement des Unternehmens prüft derzeit einen Insolvenzantrag.
Neben den Absatzproblemen scheinen auch die Lizenzgebühren auf die finanzielle Situation zu drücken. Diese wurden über den Rechtevermarkler EM.TV vom Fußballweltverband FIFA gepachtet. Die Höhe der Lizenzgebühren wird von keiner der beiden Seiten öffentlich gemacht.
Das schon bei seiner Vorstellung für Hohn und Spott sorgende Maskottchen (”Der Spiegel”: “Goleo verdient Strafpunkte für Dummheit”) wurde von der Jim Henson Company, den Vätern der “Muppets” und der “Sesamstraße”, entworfen.
Frank Poersch |
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15. Mai 2006
Eigentlich verwundern einen die Benzinpreise nicht mehr. Aber einige Sprünge kann ich einfach gar nicht nachvollziehen.
- Donnerstag: 11.05.2006 - 1,309 Euro pro Liter Superbenzin
- Freitag: 12.05.2006 - 1,359 Euro pro Liter Superbenzin
- Samstag: 13.05.2006 - 1,339 Euro pro Liter Superbenzin
- Sonntag: 14.05.2006 - 1,359 Euro pro Liter Superbenzin
Sollte das Benzinkartell die Benzin Preise etwa zum Wochenende einfach erhöhen? Der Rohölpreis kann nicht der Grund sein, der ist von Donnerstag auf Freitag um 1,28 Dollar pro Barrel Rohöl gefallen.
Frank Poersch |
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26. April 2006
Nach Einschätzung des zukünftigen SPD-Chefs Kurt Beck braucht der Staat zukünftig mehr Geld, um Zukunftsaufgaben bewältigen zu können. Dazu reiche die derzeitige Steuerlastquote nicht aus. Das Gemeinwesen habe für Aufgaben wie Bildung und Kinderbetreuung Anspruch auf einen “angemessenen Anteil” am Volkseinkommen.
Mehr Staat, mehr Geld oder mehr Geld, mehr Staat. Die Steuerlastquote stellt das gesamtstaatliche Steueraufkommen einer Volkswirtschaft in ein Verhältnis zu einer anderen monetären Größe, wie dem Bruttosozialprodukt oder dem Bruttoinlandsprodukt, um die relative Belastung verschiedener Produktionsstandorte oder Volkswirtschaften zu vergleichen. Wir zahlen aber bekanntlich nicht nur Steuern, kleine und mittelständische Unternehmer kämpfen gegen eine Abgabenlast, die immerhin zu der zweithöchsten Belastung der Unternehmen in Europa führt. Wir sprechen hier von der Gesamtbelastung, nicht nur von den Steuern und der Vergleich der Steuerlastquote ist unsinnig, wenn nicht alle Abgaben mit einbezogen werden.
Becks Vorstoß war nicht nur taktisch, sondern auch inhaltlich falsch. Viele Sozialdemokraten verweisen gern auf die hohe Steuerlast in skandinavischen Ländern, doch der Vergleich trägt nicht: Addiert man hierzulande Steuern und Sozialabgaben, unterscheidet sich die Belastung kaum. Dennoch stehen weitere Erhöhungen, nicht nur bei der Mehrwertsteuer, schon im Koalitionsvertrag. Wer noch stärker zulangen will, sollte daher erst Vorschläge machen, wie die staatlichen Mittel etwa in der Arbeitsverwaltung und im Gesundheitswesen effizienter eingesetzt werden können. (Quelle: Elisabeth Niejahr - Die Zeit)
Frank Poersch |
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