Startseite

Butter bei die Fische

22. Mai 2006

Ottmar Pfaff, der Gründer und frühere Vorstandschef der Nici AG soll Scheingeschäfte in Millionenhöhe durchgeführt haben. Dem bereits in Untersuchungshaft sitzenden Ottmar Pfaff wird Betrug in einem besonders schwerem Fall vorgeworfen.

Damnach soll Pfaff Scheingeschäfte in Höhe von rund 50 Millionen Euro getätigt haben, um die Forderungen für 40 Millionen an Factoring-Gesellschaften zu veräußern. Schon seit dem Jahr 2000 soll Pfaff etliche Banken und andere Finanzfirmen betrogen und damit mindestens 40,5 Millionen Euro unrechtmäßig eingenommen haben.

Der aktuelle Fehlbetrag der Firma beläuft sich auf etwa 25 Millionen Euro. Die Erlöse mit dem WM Maskottchen Goleo erzielten lediglich 14 Millionen, statt der geplanten 35 Millionen Euro.

Was ist den das für eine Kungelei dort. Wenn Banken und andere Finanzfirmen sei dem Jahr 2000 um 40,5 Millionen Euro betrogen wurden, warum ging denn bitte niemand dagegen an?

Wenn Factoring-Gesellschaften aus Scheingeschäften resultierende Forderungen aufkaufen, müßten sie dann nicht Probleme haben, diese Forderungen einzutreiben? Oder erhalten diese das Geld auch ohne eine berechtigte Forderung?

Ich hätte gerne mal die Namen der Banken, anderen Finanzfirmen und der Factoring-Gesellschaften. Geschäfte machen.

(via Wirtschaftswoche)

Frank Poersch | Business, Sportliches Großereignis | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Bundesnetzagentur prüft Paketpreise der Post

21. Mai 2006

Die Bundesnetzagentur untersucht die Preise der Deutschen Post im Paketversand. Ein Konkurrenten hatte der Post vorgeworfen, sie würde mit Niedrigpreisen ihre marktbeherrschende Stellung mißbrauchen und den Wettbewerb behindern.

Die Bundesnetzagentur kann die Post im Rahmen ihrer Untersuchung zur Offenlegung ihrer Preiskalkulationen zwingen. Damit steckt die Post in einem Dilemma. Wenn sich herausstellt, daß sie nicht kostendeckend arbeitet, kann die Behörde von der Post eine Preiserhöhung verlangen. Wenn die Post dort jedoch kostendeckend arbeitet, dann sind Millionen von Kunden in den letzen Jahren von dem in vielen Bereichen immer noch Quasi-Monopolisten kräftig abkassiert worden.

Leider interessiert der zweite Fall die Bundesnetzargentur nicht, daß war ja schließlich auch nicht ihr Auftrag. Außer vielleicht den dann geprellten Kunden.

Frank Poersch | Business | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Türkischstämmiger Politiker verprügelt

20. Mai 2006

Der türkischstämmige Berliner Linkspartei-Politiker Giyasettin Sayan ist am Freitagabend Opfer eines (vermutlich) fremdenfeindlichen Überfalls geworden. Zwei Männer hatten den 56-jährigen Parlamentarier des Abgeordnetenhauses in Berlin-Lichtenberg als “Scheiß Ausländer, Scheiß Türke” beschimpft und ihn dann mit einer Flasche niedergeschlagen.
Sayan hatte in Lichtenberg sein Auto geparkt, als er von Unbekannten angesprochen, beleidigt und dann niedergeschlagen worden war. Mit schweren Kopfverletzungen ist der 56-Jährige, der in der Türkei geboren wurde, in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Und sowas nach den heftigen Attacken von Politikern gegen Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye wegen seiner drastischen Reisewarnung für Farbige. Aber vielleicht haben Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach, der Heyes Äußerungen „unverantwortlich“ nannte, Marlene Mortler, CSU-Abgeordnete und Chefin des Tourismusausschusses, die von einem „Eigentor“, das Heye geschossen habe, indem er „Deutschland als ausländerfeindliches Land empfehle“ und Brandenburgs Innenminister Schönbohm, der von einer „unglaublichen Entgleisung“ redete, was dazugelernt.

Das glauben Sie nicht, ich auch nicht. Das sind Berufspolitiker, die lernen nichts dazu. Sie richten ihr Fähnchen nach dem Wind und vertreten nun lediglich eine andere Meinung.

Frank Poersch | Allgemein | 2 Kommentare Zum Seitenbeginn springen

INTERNET - Private gegen Öffentlich-Rechtliche

20. Mai 2006

Die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehanstalten ARD und ZDF wollen ihre Angebote im Internet und bei mobilen Diensten erweitern. Sie fordern die Abschaffung der gesetzlich festgelegten Obergrenze für ihre Internet-Ausgaben, die bisher per Rundfunk-Staatsvertrag auf 0,75 Prozent des Senderhaushalts beschränkt sind. Angesichts der Medienrevolution sei die „Deckelung“ medienpolitisch nicht mehr zu akzeptieren, hatte der stellvertretende Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission, Helmut Reitze, gesagt. Dies gelte insbesondere für die mobilen Empfangsmöglichkeiten des Internets sowie für Handy-TV.

Die Öffentlich-Rechtlichen ließen keine Gelegenheit ungenutzt, für ihre „digitalen Höhenflüge“ Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der Privaten zu rechtfertigen, erklärte der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation (Vprt), Jurgen Doetz. Er forderte die Politik auf, einen „medienpolitischen Verrat am dualen Rundfunksystem“ zu verhindern. Es dürfe keinen Ausbau des öffentlich-rechtlichen Angebotes unter Nutzung der „staatlichen Beihilfe Rundfunkgebühr“ geben. Der Gesetzgeber müsse den Auftrag der Anstalten klar definieren und das gebührenfinanzierte Angebot entsprechend begrenzen, erklärte Doetz.

Der Intendant des Saarländischen Rundfunks, Fritz Raff, entgegnete: “Es kann nicht sein, dass der VPRT die digitale Welt für die kommerziellen Anbieter monopolisieren will”, sagte Raff. Würde der öffentlich-rechtliche Rundfunk von digitalen Techniken abgekoppelt, würden Teile der Bevölkerung von wichtigen Informationsquellen abgeschnitten. “Wenn sich vor allem jüngere Menschen heute verstärkt über Internet informieren und mobile Endgeräte wie zum Beispiel iPods nutzen, dann müssen wir sie mit unseren Informationsangeboten auf diesen Wegen erreichen können”, erklärte er. Das Anbieten öffentlich-rechtlicher Programme im Internet habe nichts mit Expansion in kommerzielle Märkte zu tun. Damit werde vielmehr allen Bürgern ermöglicht, die gebührenfinanzierten Inhalte flexibel zu nutzen.

Entschuldigen Sie, Herr Raff, aber von welcher Monoplisierung der digitalen Welt reden Sie denn da? Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, daß Private wie Öffentlich-Rechtliche Sender in der digitalen Welt eine eher untergeordnete Rolle spielen? Und wie um alles in der Welt wollen Sie Personen mit ihren Informationsangeboten über iPod erreichen? Glauben Sie wirklich, daß sich irgendjemand “Das große Wuschkonzert zum Muttertag” (So. 14.05 NDR 20:15 - nur falls es niemand glauben sollte, sowas wird tatsächlich gesendet) auf den iPod lädt oder “Lustige Musikanten on tour” als Handy-TV empfangen will. Ist die Forderung nicht eher damit zu begründen, daß Sie und ihre Kollegen einfach mal wieder ein bißchen mehr Geld wollen.

Ich mag die Hoffnung nicht ganz aufgeben, daß unsere Politiker wenigstens ab und zu mal Rückrad beweisen, und dieser Forderung nicht nachkommen werden. Damit wird nämlich ein durch Rundfunkgebühren staatlich subventioniertes Angebot in der digitalen Welt geschaffen, von dem dann alle in dieser Welt tätigen betroffen wären, und das sind mitnichten nur die Privaten Rundfunk- und Fernsehanstalten.

Frank Poersch | Business | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Goleo unschuldig an Nici Pleite?

19. Mai 2006

Das WM-Maskottchen Goleo soll offenbar nicht der Grund für die Pleite der Nici AG sein. Bei Nici verdichten sich Hinweise auf Bilanzbetrug, Wirtschaftsprüfer sollen in großen Umfang auf Scheinrechnungen und manipulierte Lieferscheine gestoßen sein. Der entstandene Fehlbetrag soll “etliche zehn Millionen Euro” betragen.

Der Insolvenzverwalter Michael Jaffé wies einen Zusammenhang zwischen der Schieflage von Nici und dem schleppendem Verkauf des WM-Maskottchens Goleo zurück.

Frank Poersch | Business, Sportliches Großereignis | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Meta

kostenloser Counter