Türkischstämmiger Politiker verprügelt
20. Mai 2006
Der türkischstämmige Berliner Linkspartei-Politiker Giyasettin Sayan ist am Freitagabend Opfer eines (vermutlich) fremdenfeindlichen Überfalls geworden. Zwei Männer hatten den 56-jährigen Parlamentarier des Abgeordnetenhauses in Berlin-Lichtenberg als “Scheiß Ausländer, Scheiß Türke” beschimpft und ihn dann mit einer Flasche niedergeschlagen.
Sayan hatte in Lichtenberg sein Auto geparkt, als er von Unbekannten angesprochen, beleidigt und dann niedergeschlagen worden war. Mit schweren Kopfverletzungen ist der 56-Jährige, der in der Türkei geboren wurde, in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.
Und sowas nach den heftigen Attacken von Politikern gegen Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye wegen seiner drastischen Reisewarnung für Farbige. Aber vielleicht haben Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach, der Heyes Äußerungen „unverantwortlich“ nannte, Marlene Mortler, CSU-Abgeordnete und Chefin des Tourismusausschusses, die von einem „Eigentor“, das Heye geschossen habe, indem er „Deutschland als ausländerfeindliches Land empfehle“ und Brandenburgs Innenminister Schönbohm, der von einer „unglaublichen Entgleisung“ redete, was dazugelernt.
Das glauben Sie nicht, ich auch nicht. Das sind Berufspolitiker, die lernen nichts dazu. Sie richten ihr Fähnchen nach dem Wind und vertreten nun lediglich eine andere Meinung.

2 Kommentare zu “Türkischstämmiger Politiker verprügelt”
01
Heye hatte Recht. Warum hat er Seine Vorwarnung zurückgenommen ?
02
Sackmann wird stigmatisiert…
Mein Kollege Sackmann hat seinen Termin mit Ermyas M. abgesagt, dem Deutschen äthiopischer Herkunft, der in Potsdam kürzlich fast erschlagen wurde. Er wollte ein kleines Feature schreiben, wie es ihm jetzt geht und so. Aber das Thema passe jetzt nich…
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