Aktien-Spams beeinflussen Kursverläufe
13. April 2006
Zwei deutsche Wissenschaftler haben eine Untersuchung vom November 2004 bis zum Februar 2006 durchgeführt, um die Effekte der Aktien-Spams auf die Finanzmärkte zu überprüfen.
Danach kaufen die Auftraggeber der Spam-Wellen Papiere zum günstigen Kurs und treiben durch die Aktien-Spams den Preis der Aktie in die Höhe. Sie suchen sich Unternehmen mit niedriger Kapitalisierung aus, bei denen schon recht geringe Steigerungen des Handelsvolumens Effekte auf den aktuellen Aktienpreis haben.
Demnach steigen in den ersten zwei bis drei Tagen einer Aktien-Spam-Welle die beworbenen Aktien um bis zu zwei Prozent. Danach konsolidiert sich der Kurs, um in der Folge kräftig zu sinken. Augenscheinlich ist dies in aller Regel häufig dann der Fall, wenn die die Spam-Auftraggeber ihren Gewinn einstreichen. Außerdem wurde beobachtet, dass sich kurz nach dem Spam-Lauf das Handelsvolumen der Papiere im Durchschnitt mehr als verdoppelt.
So einfach kann “Geld verdienen” sein, man muß nur genug Leichtgläubige finden, die auf angebliche Insider-Tipps der Aktien-Spams hereinfallen.
Markus Ritter hat eine Aktien-Spam-Welle liebevoll begleitet:

Kommentar schreiben