Phonomarkt sinkt weiter
21. März 2006
Wie die Deutsche Landesgruppe der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) e.V. heute in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2005 bekanntgab, weist die Verbandsstatistik einen Umsatzrückgang um 4,6% aus, der Gesamtumsatz der Branche einschließlich der nicht an der Verbandsstatistik teilnehmenden Firmen immerhin noch um 0,4% von 1,753 auf 1,746 Milliarden Euro. Dagegen entwickelte sich 2005 das Geschäft mit Downloads aus dem Internet und Mobile Downloads auf das Handy erfreulich - wegen geringer Margen und Marktanteile hat dies aber nur einen begrenzten Einfluss auf den Markt.
Deshalb fordern die Deutschen Phonoverbände:
1. Einschränkung der zulässigen Privatkopie auf selbst erstellte Kopien vom eigenen Original
2. Verbot von intelligenter Kopiersoftware aus Internetradioprogrammen
3. Verbesserte Instrumente zur Pirateriebekämpfung, u.a. Auskunftsanspruch gegenüber Providern.
Schuld sind wie immer alle Anderen, definitiv nicht die Mitglieder des Verbandes. Bei einem Blick in den Kaffeesatz wurde erlesen, daß die Zahl von Musikdownloads aus illegalen Internetquellen von 383 (2004) auf 415 Mio. (2005) stieg . Wäre die kopierte Musik gekauft worden, hätte sie einen Umsatzwert von rund 6,3 Milliarden Euro gehabt.
Mag sein, aber:
Wenn die Mitglieder des Verbandes vom Geschäft im Internet nicht ausreichend profitieren, weil sie zu geringer Marktanteile haben, sind sie selber Schuld. Und wenn man als Ausgleich zu sinkenden Absatzzahlen die Preise erhöht, darf man sich nicht wundern, wenn der Gesamtumsatz sinkt. Künstler, die ihre eigenen Gigantengagen schlicht nicht einspielen machen da auch nur wenig Sinn, das Ergebnis nennt man Verlust. Und vielleicht, aber nur vielleicht, passt das Angebot einfach nicht zur Nachfrage. Ich weiß ja nicht, ob es schon bemerkt wurde, aber die demographische Entwicklung der Bevölkerung dieses Landes hat sich in den letzten Jahren verändert.

Ein Kommentar zu “Phonomarkt sinkt weiter”
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Du siehst das falsch! Die Preise mußten erhöht werden. Nicht nur wegen den sinkenden Umsatzzahlen, oder der zimperlichen GEMA, sondern weil so eine kleine 6 Mio. Villa nicht nur in den Anschaffungskosten sondern auch im Unterhalt einfach ein wenig kostet. Weiter darf man auch nicht die dazugehörigen 10 Mega-Limosinen, Unmengen an Partys, Nutten (und die haben auch die Preise erhöht, munkelt man) und der massenhafte Konsum von Kokain vergessen. Das kostet Unsummen. Viele sind durch Ihre mickrigen Millionengehälter schon Pleite gegangen.
Mathias Reim, Nino de Angelo und Gunter Gabriel können dies bestätigen.
Die Konsumenten müssen doch mal verstehen, dass die Preise für Tonträger quasi gesponsort werden. Normalerweise müsste ein Tonträger so um die 179,86 € kosten damit alle, die sich die Taschen bis oben hin vollstecken, nicht Gefahr laufen am nächsten ersten am Bettelstab zu hängen.
Was das Nichteinspielen von Gagen der Künstler angeht bin ich da auch überfragt. Ich verstehe das gar nicht. Na ja vielleicht gibt es einfach nicht genug Künstler die die Konsumenten befriedigen.
Wo wir jetzt schon Händeringend “Künstler” an der Pommesbude suchen (s. DSDS). Diese Carstingshows bringen wahnsinnige Künstlerische Größen wie Daniel Küblböck hervor. Und sollte nicht jeder eine “Schnappi” CD zu Hause haben. Ach ja und Dein Froop Schreihals singt jetzt auch. Du als Fanclub Vorsitzender, das wäre doch was, gelle.
So ich muss jetzt weitermachen, viele Grüße von der Warensicherheitsfront
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